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28
Januar
januar
und ja, es ist kalt. und es ist ungemütlich. es ist dunkel, dreckig, trostlos. und einsam. ich verlasse mein zimmer kaum. ich schließe mich ein. ich schlafe am tag und lausche nachts in die stille. dann schreibe ich stundenlang sätze, die zur hälfte aus abkürzungen bestehen, auf karteikarten. die hand beginnt zu schmerzen, ich verschreibe mich ständig und die schrift wird nahezu unlesbar. dann wieder stille. ich lebe die einsamkeit. ich verachte die einsamkeit. dann geh ich raus und trinke. viel. die kalte luft brennt in den lungen. die straßen sind leer. dann ist da dieser club. viele leute. ich bin betrunken. ich treffe bekannte und führe dümmliche gespräche. dann werfe ich die karteikarten wie konfetti durch den club. vielleicht brauch ich die noch, denke ich. zu hause bin ich froh, wieder allein zu sein. trotzdem fehlt jemand. ich schlafe schlecht. zwei schalen cornfalkes. später brot und tagesschau. ich könnte zu ihr fahren und bleibe hier. ich bin die einsamkeit, und ich möchte sie mit niemandem teilen.
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